Birgit Schrowange: „Mein Hörgerät nicht zu tragen, wäre falsche Eitelkeit“

Bunte ■ Die bekannte Moderatorin Birgit Schrowange würde am liebsten 100 Jahre alt werden. Wie? Mit Gelassenheit, einem tollen Ehemann und kleinen Hilfsmitteln wie ihrem neuen Hörgerät

Sie ist wirklich 67 Jahre alt – Moderatorin Birgit Schrowange hat gerade ihre Zelte in Köln abgebrochen und ist mit ihrem Ehemann Frank Spothelfer (60) nach München (DE) gezogen. „Veränderung hält die Zellen jung“, schwört sie. Wenn es den beiden langweilig werden sollte, würde sie es sofort wieder tun.

„Botox macht mich nicht zum glücklichen Menschen“, Birgit Schrowange.

 

Birgit Schrowange trägt ein Hörgerät (Hannes Magerstaedt/Getty Images)

BUNTE: Sie sehen toll aus, Frau Schrowange! Wie machen Sie das?

Birgit Schrowange: Ich mache – fast nichts! Keine Spritzen, kein Botox, kein Filler. Natürlich habe ich Botox einmal ausprobiert, aber ich finde es für mich nicht schön. Ich fühlte mich dadurch seltsam verändert. Ich gehe zur Kosmetikerin – Mikrodermabrasion, Hydrafacial, Peeling, um mein Hautbild zu verbessern. Das ist es, da gibt es kein Geheimnis.

BUNTE: Viele junge Menschen hadern mit ihrem Äußeren, haben ein durch Social Media geprägtes, idealisiertes Selbstbild. Mögen Sie sich?

BS: Wenn ich vor dem Spiegel stehe, mag ich mich. Ich weiß doch, dass ich keine 30 mehr bin, nicht mehr so knackig, mit Macken und nicht mehr so straffer Haut. Ich finde es wichtig, mit mir selbst versöhnt und glücklich zu sein. Wenn die Augen nicht leuchten, hilft das ganze Geschnippel nichts. Botox macht mich nicht zum glücklichen Menschen!

„Ich nehme wahnsinnig gerne am Leben teil“, Birgit Schrowange.

 

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BUNTE: Sie tragen jetzt ein Hörgerät?

BS: Ich gehe jedes Jahr zum großen Check-up. Da ich kleine Gehörgänge habe, dachte ich, meine Gehörgänge seien verstopft. Der Arzt riet mir, einen Hörtest zu machen. Ich bin danach sofort zu meinem Hörgeräteakustiker gegangen und habe mir ein Hörgerät mit Strass anfertigen lassen.

BUNTE: Warum, glauben Sie, holen sich nur 40 Prozent der Menschen mit eingeschränkter Hörfähigkeit technische Hilfe?

BS: Ich befürchte, das geschieht aus einer falschen Eitelkeit heraus. Ich kenne einige, die ein Hörgerät haben, aber es nicht tragen, weil sie es mit optischem und wahrnehmbarem Altwerden verbinden. Ich empfinde das als totalen Schwachsinn. Unser Körper verändert sich nun einmal. Wir tragen plötzlich Brille, um einwandfrei lesen zu können. Für mich ist mein Gehör das Allerwichtigste. Ich nehme wahnsinnig gerne am Leben teil – in vollen Zügen. Und das möchte ich, bis ich 100 Jahre alt bin.